Rechtzeitiger Trainingsbeginn
absolut entscheidend
Winterlauf-Organisator Peter Servas und Läufer Philipp Nawrocki gaben Tipps in der Gläsernen Redaktion
Aachen. Wie trainiere ich für einen Volkslauf, was ziehe ich an, was ist die richtige Ernährung? Die Vorbereitung auf ein großes Lauf-Event kann für Hobbyläufer viele Fragen aufwerfen. ATG-Trainer und Winterlauf-Organisator Peter Servas war jetzt in der gläsernen Redaktion zu Gast, um auf alle Fragen die passenden Antworten zu geben. Mit dabei hatte er Philipp Nawrocki, Aachens zur Zeit wohl besten Läufer.
Wichtig für die Vorbereitung auf den Winterlauf sein ein recht-zeitiger Trainingsbeginn, waren sich die beiden Experten einig. Man müsse schon einige Wochen an sich arbeiten, um die 18 Kilometer lange Strecke ordentlich durchzuhalten. Ideal seien dabei lange, ruhige Läufe, in denen man ab und zu einmal das Tempo variieren könne. So wie AZ-Leser Heinz-Joachim Müller, der zwei bis drei Mal wöchentlich trainiert. Elf bis achtzehn Kilometer legt Müller dabei zurück. "Dann schaffen Sie auch den Winterlauf", konnte Servas den Hobbyläufer, der seit April im Training ist, ermuntern. Und was würde der Trainer einem Hobbyläufer empfehlen, der erst jetzt ins Training einsteigt? "Sich für das nächste Jahr anmelden" so die prompte Antwort, drei Wochen bis zum 14. Dezember "sind eindeutig zu wenig."
Der Aachener Wald sei übrigens genau das richtige Gelände für die Übungsrunden. "Hier herrschen die gleichen Bedingungen wie beim Wettkampf selbst." Und welches Schuhwerk ist ideal? "Wir haben beim Winterlauf Asphalt, Schotter, Asche zum Teil Schlamm und eine Holzbrücke auf dem Weg", so Philipp Nawrocki, "da helfen Spezialschuhe für einen bestimmten Belag wenig." Also, normale Allround-Laufschuhe anziehen, und los geht's. Die Oberbekleidung sollte nicht unbedingt aus Bauwoll-Sweatshirts bestehen, besser sei Schweiß absorbierende Funktionsbekleidung. Trotz zu erwartender Kälte gelte das Gebot, sich nicht zu warm anzuziehen. Nawrocki: " Lieber eine Lage weniger als im Training. Es handelt sich schließlich um einen Wettkampf." Auch bei der Ernährung gibt es keine speziellen Vorgaben. "Jeder soll essen, was er am besten verträgt", so Servas. Und Nawrocki ergänzte: "In den Tagen vorher sollte man genügend Kohlenhydrate zu sich nehmen, also Nudeln, Kartoffeln, Reis. Dazu viel trinken, vor allem Sprudelwasser und Apfelschorle."
Zu große Mengen Kaffee solle man sich dagegen besser sparen, der entziehe dem Körper wichtige Mineralien.
Zum Schluss gab es noch ein paar Tipps für die Strecke. "Die ersten fünf Kilometer sind leichter als die zweiten", warnte der Läufer vor dem Fehler zu schnell anzugehen. Und der Trainer ergänzte: "Man sollte sich nicht auf andere konzentrieren, die einen überholen, sondern sein eigenes Tempo finden."
(Kolja Linden)
24.11.2003, Aachener Zeitung
ATG-Experten in "Gläserner"
Aachen. Wie kann ich die letzten Wochen noch optimal trainieren? Wie sieht die richtige Ernährung aus? Und die richtige Kleidung? Wichtige Tipps geben zwei Experten der ATG, die den Winterlauf am 14. Dezember ausrichtet. Philipp Nawrocki, der den Streckenrekord hält, und Peter Servas vom Organisations-team geben am kommenden Samstag, 22. November, in der "Gläsernen Redaktion" wichtige Tipps, die Läufer auch grund-sätzlich beherzigen sollten. Sie stehen von 11.30 bis 12.30 Uhr für alle Fragen bereit.
Beweis der immer noch steigenden Attraktivität der Winterlaufs: Die maximale Teilnehmerzahl ist inzwischen erreicht.
19.11.2003, Aachener Zeitung
Von jungen Hüpfern und alten Hasen
Treff der Generationen beim ATG-Winterlauf
"Der Sonntag gehört dem lieben Gott." Am letzten Tag der Woche wird nicht gelaufen, und an diese Regel hält sich Herbert Oprei schon, so lange er denken kann. Am 14. Dezember jedoch wird der "Uralt-Läufer" diese Regel brechen, wie in jedem Jahr, und wieder wird der liebe Gott ein Auge zudrücken müssen. Der ATG- Winterlauf ruft, und diesem Ruf folgt Oprei nun schon seit über 30 Jahren.
Aachen. Nur einmal, erinnert sich der dauerlaufende Sonder-schullehrer, habe der traditionsreiche Lauf an einem Samstag stattgefunden, "an einem autofreien Sonntag in den Siebzigern." Im Verein ist der 61-jährige zwar noch nie gelaufen, dennoch zieht seine Leidenschaft ihn fast täglich in den Wald. "Durch das Laufen bin ich gesund geblieben!"
Stammgäste wie Herbert Oprei gibt es viele bei dem Lauf- Event, das jährlich rund 2000 Sportler aus ganz Deutschland anzieht. Viele Läufer, die von weit her kommen, verbänden den Winterlauf mit einem Wochenendausflug nach Aachen, so Veranstaltungs-leiter Peter Servas. "Samstag geht's auf den Weihnachtsmarkt, und am Sonntag wird gelaufen."
Printen und Glühwein haben die Läufer der jüngeren Generation wohl eher nicht im Visier. Für Irene Basten geht es beim Winterlauf um die Verbesserung der eigenen Bestzeit. Das 19-jährige Talent hat durchaus Chancen, das Heimspiel zu gewinnen, zumindest in ihrer Altersklasse. Wie sie kommen die meistern der 16- bis 19-jährigen Starter aus den eigenen Reihen der ATG. Peter Servas sieht darin die Bestätigung für gute Arbeit, die der Verein im Bereich der Jugendförderung leiste. "im Langlauf-bereich sind wir führend in der Region", so der Trainer der Juniorinnen. "Wer etwas erreichen will, der kommt zu uns."
Und wer Spaß hat an gemeinsamen Aktivitäten, offensichtlich auch. Sabrina Laven genießt besonders die Angebote abseits der Laufpiste. Dabei denkt die 16-jährige vor allem an die gerade zurück liegende Gruppenfahrt in Aachens französische Partner-stadt Reims. Das sieht auch Lea Böhmer so, die wie ihre Mannschaftskameradinnen die Atmosphäre schätzt, die entsteht, wenn man gemeinsam läuft. Es läuft sich eben leichter, "wenn man dabei quatschen kann."
Drei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche mutet sich die junge Garde der ATG zu, was individuell variierbar ist. Zu den fleißigsten gehört auf jeden Fall Jonas Tarekegne. Der 17-jährige will die 18 Kilometer vom Vichtbachtal bis zum Chorusberg in 75 Minuten laufen, eine für diese Altersklasse hervorragende Zeit.
Da kann Herbert Oprei beim besten Willen nicht mehr mithalten. "Eine neue Bestzeit ist für mich nicht mehr zu erreichen." Dennoch ist er auch in diesem Jahr wieder dabei, zum 33. Mal. Und auch an diesem Winterlauf-Sonntag wird der liebe Gott sicher wieder ein Auge zudrücken...
(Kolja Linden)
07.11.2003, Aachener Zeitung
Wieder ein ganz enormer Run
auf den Winterlauf
Schon jetzt 400 Meldungen -
Vom Vichtbachtal zum Chorusberg

Aus den Startlöchern: von links Philipp Nawrocki (ATG), Jürgen Fleckenstein (Kaufhof), Klaus Wintgens (ATG), Kerstin Velten (Lebenshilfe), Peter Servas (ATG) und Johannes Gode (Lebenshilfe). Foto: Wolfgang Plitzner
Aachen. Der erste Sprint ist bereits erfolgt, bevor überhaupt der Startschuss gefallen ist.
Offensichtlich erfreut sich der Internationale Winterlauf der Aachener Turn-Gemeinde (ATG) derart großer Beliebtheit, dass bereits die ersten 400 Teilnehmer gemeldet haben.
Sicher ist sicher, denn der Wettbewerb - in diesem Jahr findet die 41. Ausgabe statt - ist bekanntlich auf 2000 Starter limitiert. Und wer zu spät kommt, der muss am 14. Dezember zuschauen, wenn um 10.30 Uhr Läuferscharen das beschauliche Vichtbachtal bevölkern.
Es ist die besondere Rezeptur, die den Reiz des Laufes ausmacht: eine große Schippe sportlicher Herausforderung mit ein paar deftigen Prisen Volkslauf.
Kein Wettbewerb für Anfänger, aber auch keiner, bei dem engagierte Hobbyjogger Gefahr laufen, unterwegs Gevatter Frust als Konkurrenten neben sich zu entdecken.
Das Motto ist dabei das seit Jahren bewährte: «von Haus zu Haus», konkret vom ATG-Heim in der Eifel zum ATG-Sportplatz am Chorusberg. Dabei führt die Strecke über gut 18 Kilometer aus dem Wald durch einen kurzen Siedlungsabschnitt über die Vennbahntrasse, vorbei an der Bahnhofsvision Richtung Hitfeld.
Das letzte Stück verspricht wieder Waldluft hinauf vom Beverbach über die Monschauer Straße, vorbei an der Pionierquelle über die Eupener Straße bis zum Chorusberg.
Eine direkte zeitliche Limitierung gibt es zwar nicht, wer aber in die offizielle Zeitmessung kommen will, sollte 2:15:00 Stunden nicht überschreiten.
Die Organisatoren der ATG sind froh, auch in diesem Jahr den Kaufhof wieder an ihrer Seite zu wissen, der nicht nur Hauptsponsor ist, sondern auch die Chance der Anmeldung anbietet.
Möglich ist diese aber nur bis zum 8. Dezember, wobei der Meldeschluss bei 2000 Teilnehmern Vorrang hat.
Wer den Weg bis ins Ziel gefunden hat, bekommt auch in diesem Jahr wieder ein sportlich-adäquates Präsent, das in der Meldegebühr von zwölf Euro bereits enthalten ist: ein multifunktionales Buff-Tuch, auf dem schwarz-gelbe Läufer abgebildet sind.
Die Aachener Zeitung wird bis zum Start in mehreren Artikeln alle wichtigen Tips und Informationen zum Lauf sowie interessante Hintergrundgeschichten veröffentlichen.
Meldungen sind bis 8. Dezember möglich beim Sportkaufhof an der Adalbertstraße, unter http://www.winterlauf-aachen.de, schriftlich bei Gisela Küper, Burgstraße 101a, 52074 Aachen, oder per Fax an die ATG 0241/603095; Name, Vorname, Jahrgang sowie Verein/Wohnort müssen immer angegeben werden.
Startberechtigt ist, wer bis 8. Dezember auf das Konto der Sparkasse Aachen [entfernt!] zwölf Euro überwiesen hat.
Die Ausgabe der Startnummern erfolgt am Samstag, 13. Dezember, 14 bis 17 Uhr, und am Sonntag, 14. Dezember, 8 bis 9 Uhr, am Sportplatz Chorusberg.
Weitere Infos im Internet: http://www.winterlauf-aachen.de
(hpl)
14.10.2003, Aachener Zeitung
41. Aachener Winterlauf
Aachen. Bereits zum 41. Mal findet am Sonntag, 14. Dezember, der von der Aachener Turngemeinde in Zusammenarbeit mit dem Sportkaufhof und der Lebenshilfe Aachen veranstaltete Winterlauf statt. Start für die rund 18 Kilometer lange Strecke ist um 10.30 Uhr im Vichtbachtal. Von dort geht es zurück zum Treffpunkt am Chorusberg.
Der Winterlauf ist einmal mehr eine sportliche Herausforderung zum Ende der Saison. Internationale Spitzenläufer und eine große Schar von Hobbyläufern treffen sich für viele sogar zum Jahreshöhepunkt. Zu den bisherigen Siegern gehören so bekannte Namen wie Karl Fleschen, Wolf-Dieter Poschmann und Alexander Lubina. Aachener Siege gab es unter anderem für Philipp Nawrocki und Tanja Pesch. Diese werden sich auch in diesem Jahr um den Sieg bewerben. Jeder Teilnehmer im Ziel erhält als Präsent ein eigens hergestelltes Allroundtuch der Firma Buff.
Das Stargeld beträgt 12.- Euro. Auch in diesem Jahr werden nur 2000 Meldungen als Limit zugelassen. Im letzten Jahr war diese Zahl bereits eine Woche vor dem Lauf erreicht, so dass einige Interessenten abgewiesen werden mussten. Man sollte rechtzeitig melden. Berücksichtigt werden nur bezahlte Meldungen. Gebührenfrei ist dies im Sportkaufhof Aachen, Adalbertstraße, möglich. Bei Überweisungen auf das ATG-Konto, Nr. [entfernt!] bei der Sparkasse Aachen, Bankleitzahl 39050000, sind unbedingt Name, Geburtsjahr, Verein und Anschrift anzugeben.
Online kann unter www.winterlauf-aachen.de gemeldet werden. Die Faxnummer der ATG lautet 0241/603095.
Die Startnummern können am Samstag, den 13. Dezember 2003, von 14 bis 17 Uhr oder sonntags vor dem Lauf auf dem Chorusberg abgeholt werden.
18.09.2003, Aachener Zeitung