"Die Strecke ist schwierig und hat mir alles abverlangt"
Deutscher Meister Lubina
gewinnt 40. Winterlauf vor Nawrocki
Aachen. Recherchieren ist ein wensentlicher Teil des Journalisten- Handwerks. Aber wie recherchiert man den Winterlauf der Aachener Turngemeinde (ATG)? Bei einer Streckenlänge von etwas mehr als 18 Kilometern kann selbst der beste Journalist nicht überall sein. Da bleibt nur eins: Die Turnschuhe müssen geschnürt werden, um den Winterlauf so richtig kennen zu lernen.
Rund um das ATG- Heim zwischen Zweifall und Mulartshütte herrscht ab 9 Uhr reges Treiben. "Und, bist du fit?", fragt ein End- Fünfziger einen gleichaltrigen Mit-Läufer. "Nee", antwortet der, "aber es ist doch Winterlauf, den kann ich mir nicht entgehen lassen." Breitensport mit Kult- Charakter in seiner 40. Auflage, der Winterlauf feiert Jubiläum. Vorbereitung und Aufwärmen werden zur Begegnungsbörse Volkslauf- erprobter Gleichgesinnter. Man kennt sich eben.
Neben der Masse der Hobby- Läufer geht um 10.30 Uhr auch der Deutsche Meister über 10.000 Meter, Alexander Lubina (TV Wattenscheid), an den Start. Etwa die Hälfte des Rennens hielt er sich in einer sechsköpfigen Spitzengruppe auf, die nicht sonderlich schnell anging. Nach etwa neun Kilometern verschärfte er das Tempo jedoch extrem. Niemand konnte ihm auf seinem Weg zum Sieg im 40. ATG- Winterlauf in 57:47 Minuten folgen. "Best of the Rest" wurde Philipp Nawrocki (ATG). "Ich bin mehr als zufrieden", sagte der Lokalmatador, der seinen Streckenrekord behielt, bei seinem ersten Wettkampf nach langer Verletzung.
Bei den Frauen hat ATG- Starterin Kerstin Meisa in 1:09:25 Stunden die Nase vorn. Sie konnte in der Gewissheit einer komfortablen Führung locker ihrem Sieg in der Frauen- Konkurrenz entgegen laufen. Drei Minuten lagen am Ende zwischen ihr und Gabi Reiners (DLC Aachen). Die Mannschaftswertungen gingen bei den Männern wie bei den Frauen an die ATG.
"Ich bin von dieser Strecke sehr angetan. Sie ist sehr schwierig und hat mir alles abverlangt", sagt Lubina nach seinem Erfolg. Wenn das der Deutsche Meister findet, was sollen dann die "Amateure" sagen? Während der Sieger mit knapp zwei Minuten Vorsprung durchs Ziel geht, befindet sich das Recherche- Projekt gerade mal zwischen Kilometer 11 und 12. Die Stimmung im Feld ist gut. "Soll ich um ein Taxi rufen?", scherzt einer. So kompakt die 2225 Starter zu Beginn auch gedrängt waren, so langgezogen ist das Feld jetzt. Ständig gibt es neue Gesichter, ergeben sich neue Grüppchen. "Du könntest mein Sohn sein. Lauf du mal vor", kommentiert ein älterer Starter einen längeren Aufenthalt in seinem Windschatten.
Also weiter. Der asphaltierte Untergrund der ersten beiden Streckendrittel durch Vennwegen, Kornelimünster und über die Vennbahntrasse ist auf dem Weg Richtung Ziel verschlammten Feldwegen gewichen - aber besser Matsch als Blitzeis, das den Organisatoren am Freitag einen ordentlichen Schrecken eingejagt hatte. Der Zick-Zack- Verlauf der Strecke an dieser Stelle bedient hier, irgendwo in der Mitte der Läufer- Schlange, sowohl Optimisten als auch Pessimisten. Die Einen können sehen, wie viele schon vor ihnen sind, die Anderen, wie viele noch hinter ihnen sind. Aber Gegner gibt es eigentlich nicht, es zählt nur das Ankommen. Und das wird immer schwieriger.
"Jetzt kommen die ätzendsten vier Kilometer", schimpft ein Mann in knallroter Regenjacke, der die Torturen des letzten Viertels scheinbar schon öfter mitgemacht hat. Und tatsächlich: Lockere Sprüche sind jetzt keine mehr zu hören, kurze, bissige Steigungen machen die Beine schwer, da helfen auch die zahlreichen Menschen am Streckenrand nichts, die unentwegt anfeuern. Da ist sie, die Einsamkeit des Langstreckenläufers, jetzt muss jeder selber schauen, wie er ans Ziel kommt. Als das in Sicht kommt, geht plötzlich wieder alles leichter. Schon von weitem kann man es sehen, das schneeweiße Haus am Chorusberg, an dessen Fuß schon Hunderte ihren Erfolg feiern, sich regenerieren, ein bisschen fachsinmpeln oder die Nachzügler bejubeln, die auf die erlösenden letzten Meter einbiegen.
"Und, wie war's bei dir?" ist die meist gestellte Frage. Irgendwann setzt eine große Wanderung an, 4450 müde Beine haben nur ein Ziel: eine warme Dusche. Und das Ergebnis der Winterlauf- Recherche? Eine Zeit von einer Stunde, 39 Minuten und ein paar Sekinden und die Gewissheit, im nächsten Jahr mehr trainieren zu müssen.
(Thorsten Pracht)
16.12.2002, Aachener Zeitung
Beim ATG-Winterlauf
war Profil gefragt
Aachen. «Ist der Kalle schon durch?» - «Keine Ahnung, ich habe niemanden erkannt!» Bei 2000 Läufern verliert man schon mal die Übersicht, und wenn tapfere Freizeit-Athleten gleich im ganzen Rudel die Ziellinie überqueren, ist es für die Fans gar nicht so leicht, ihre Lieblinge zu entdecken.
Als die große Masse der Sportler nach und nach im Ziel des 40. Winterlaufs auf dem Chorusberg eintrudelt, haben die Sieger schon die obligatorischen Fotos hinter sich.
Erfreulich aus Aachener Sicht: Vorjahressieger Philipp Nawrocki musste sich lediglich dem deutschen Meister über 10 000 Meter, Alexander Lubina, geschlagen geben. Bei den Damen siegte die 20-jährige Lokalmatadorin Kerstin Meiser von der ATG.
Als Gewinner durften sich aber alle fühlen, die die 18 Kilometer lange Strecke von Mulartshütte bis zum Gelände der ATG bewältigt hatten. Organisator Peter Servas zollte denn auch allen Teilnehmern Respekt: «Die Strecke durch den Wald war sehr schwer, da waren Schuhe mit Profil gefragt.»
Das fand auch Martin Wienands, Marathon-erfahrener Hobby-Läufer aus Aachen. «Am schlimmsten war der Weg hinauf zur Pionierquelle», so der 30-Jährige, und: «Es müsste mehr Verpflegung geben an der Strecke.»
Die gab es zumindest am Lokal «Bahnhofsvision» in Kornelimünster. Besitzer Udo Schillings, in Kochmütze und Schürze gekleidet, ließ es sich dort nicht nehmen, die Sportler persönlich mit Zitronentee zu versorgen. Proviant für die Seele dagegen verschafften die zahlreichen Zuschauer an der Strecke. Ausgestattet mit Trommeln und Rasseln, huldigten sie allen Läufern, die den langen Weg mehr oder weniger schnellen Schrittes hinter sich brachten.
Auch Andreas Trautmann war begeistert von der Stimmung. «Wir haben uns bei jedem bedankt, der uns angefeuert hat», so der auf Ausdauersport umgestiegene Ex-Fußballer. Na, wenn das mal nicht auf Kosten der persönlichen Bestzeit ging.
Eine gute Zeit hatten die Läufer der Lebenshilfe Aachen nicht im Sinn. Für die rund 60-köpfige Gruppe ging es um das Wohl behinderter Kinder, und so freute man sich auch über eine Spende von 500 Euro, die der «Läufer mit der Sammelbüchse», Peter Borsdorff, für den heilpädagogischen Kindergarten an der Lintertstraße überreichen konnte.
Keine Geschenke verteilte dagegen Rainer Leroy aus Würselen. Dabei hatte der 31-Jährige, der Jahreszeit entsprechend, die Strecke im Nikolauskostüm absolviert. Immerhin musste er im Aachener Wald auch keine Rute auspacken, denn böse Kinder waren an diesem Tag nicht anwesend.
Dementsprechend positiv fiel das Fazit der Veranstalter aus: «Dank unserer Shuttle-Busse konnten wir diesmal alle Läufer zeitig an den Start bringen», so Peter Servas. «Das Rennen wurde pünktlich gestartet.» Und auch das Ende konnte sich sehen lassen. Als der letzte Läufer gegen 13 Uhr das Ziel erreichte, atmete Servas durch. «Alles ist gut gelaufen!»
(Kolja Linden)
15.12.2002, Aachener Zeitung
Mit dem Kompass auf die Strecke
Zur Historie des ATG-Winterlaufs -
Aktuelle Infos für alle Starter
Aachen. Zum Jubiläum kann der ATG-Winterlauf eine Rekordbeteiligung verzeichnen: Noch nie waren die 2200 Startplätze so schnell vergeben wie zur 40. Ausgabe, die am Sonntag stattfindet.
Dabei fing es ganz anders an mit der «läuferischen Herausforderung» über 18,5 Kilometer von der Voreifel bis nach Burtscheid. AZ-Mitarbeiter Günter H. Jekubzik schlägt den Bogen von 1963 bis heute.
Am 22. Dezember 1963 wurde der erste Winterlauf gestartet. Kurz vorher weihte die Aachener Turngemeinde e.V. ihr Jugendheim im Vichtbachtal bei Mulartshütte ein und die Idee lag nahe, einen Lauf von dort zum Vereinsheim am Chorusberg zu veranstalten.
Zwölf Starter machten sich auf den hügeligen Weg und durften sich selbst die kürzeste Strecke suchen. Die Bestzeit von Hubert Stenten lag knapp über 1:15 Stunden.
Seitdem ging es Jahr für Jahr durch Wiesen, Felder, Höfe, Gärten, Zäune, Eisenbahnlinien, Straßen, Wasserläufe, Morast und Schlamm, bei Sonne und Regen, bei Schnee und Sturm dem Chorusberg entgegen. Bald ließen sich Auswärtige zu dem Laufvergnügen locken, kamen mit Kompass und Karte zum Start.
Als 1969 der Winterlauf zum letzten Male als Orientierungslauf stattfand, liefen 57 Teilnehmer hintereinander zum Ziel - man war sich inzwischen über die Ideallinie einig geworden.
1970 gingen 267 Läufer an den Start der nun festgelegten Strecke. Wolfgang Glöde siegte in etwas mehr als 56 Minuten und war für viele Jahre der letzte Sieger der ATG.
Bis zum Laufevent, das von Fachzeitschriften unter den Topevents Deutschlands geführt wurde, war es allerdings noch ein langer Weg. Mittlerweile ist der ATG-Winterlauf nicht nur für Spitzenläufer, sondern auch für engagierte Breitensportler ein Klassiker.
In der Siegerliste finden sich Prominente wie der jetzige ZDF-Sportreporter Wolf-Dieter Poschmann, Karl Fleschen und Herbert Steffny.
Ein Kraftakt ist der Winterlauf nicht nur für die 2200 Läufer, die sich am Sonntag durch die Hügel um Aachen schlängeln werden. Die Organisation des Großereignis spannt den ganzen Verein ein, allein der Transport der Sportler mit Bussen zum Start ist jedes Jahr wieder eine Herausforderung für die Veranstalter.
Damit alle pünktlich am Start sein können, werden die ersten Busse am Chorusberg um 8 Uhr losfahren. Im Vichtbachtal stehen geheizte Aufenthaltsräume zur Verfügung. Der Startschuss fällt um 10.30 Uhr und die Ersten werden nur 55 Minuten später am Chorusberg erwartet.
Dort gibt es auch Zwischenberichte zum Rennverlauf, wobei auch die Verpflegungsstation «Bahnhofsvision» an der Vennbahnstrecke in Kornelimünster ein guter Fleck zum Anfeuern und Mitfeiern des Sportereignisses ist.
Alle Regularien rund um den Winterlauf: Startnummern- ausgabe am Samstag von 15 bis 17 Uhr und am Sonntag ab 7:45 Uhr; Start ist um 10:30 Uhr; Busse fahren ab 8 Uhr ab Chorsuberg (bitte nutzten); Unterstellmöglichkeit im Zweifaller Jugendheim; Startnummern nicht knicken, auf Brusthöhe befestigen und im Ziel abgeben (Wiederverwendbarkeit im kommenden Jahr); Abgabemöglichkeit von Kleidung zum Rückstransport am Start; Verpflegungsstelle Bahnhofsvision; Laufkappe und Überraschungspreise des Hauptsponsors Kaufhof im Ziel; Siegerehrung ab 13 Uhr im Vereinsheim; Nachmeldungen nicht möglich.
14.12.2002, Aachener Zeitung
Sport - kurz notiert:
Meister beim Winterlauf
Als Top-Favorit beim Winterlauf der Aachener TG am Sonntag gilt Alexander Lubina (Wattenscheid). Der Deutsche 10.000m- Meister belegte bei der EM Rang 13 und wird Vorjahressieger Philipp Nawrocki (ATG) alles abverlangen. Nach überstandener Verletzung hat der Lokalmatador auf seiner Heimstrecke aber wieder viel vor.
13.12.2002, Aachener Zeitung
Jubelnde Menge beflügelt Sportler
40. ATG-Winterlauf
ruft Begeisterte auf und neben die Strecke
"Der Boom hält nach wie vor an", sagt Organisator Klaus Wintgens von der Aachener Turngemeinde (ATG). Womit feststeht: Auch die 40. Auflage des Aachener Winterlaufes wird eine Massenveranstaltung. Das macht dieses Ereignis aus. Auf und neben der Strecke. Mittlerweile steht der ATG-Winterlauf auch bei Nicht-Teilnehmern im Kalender, weil sie gerne an markanten Punkten der Strecke stehen, den für die 18,2 Kilometer trainierten Aktiven zujubeln oder mit der Familie einen Ausflug zur Bahnhofsvision in Kornelimünster unternehmen, um Freunde zu treffen, zu feiern und anzufeuern. Denn neben der Ausdauer zählen der Wille und die richtige Einteilung. Die Strecke des traditionellen Winterlaufs hat es in sich. Da geht es rauf und runter. Die Läuferin und der Aktive, die nicht nur einfach ankommen wollen, müssen wissen, wo man Tempo machen sollte und wo man sich besser ein wenig zurückhält.
Philipp Nawrocki (ATG), Sieger des letzten Jahres, weiß das ebenso wie die Titelverteidigerin, Gabi Reiners (DLC Aachen). Jedes Teilstück hat so seine speziellen Eigenschaften. So sortiert sich das Läuferfeld nach dem Start am ATG-Jugendheim auf dem ersten Kilometer zwischen Zweifall und Mulartshütte, bevor dort die erste Steigung zum Birkenhof ansteht. Eine direkte Herausforderung erwartet die Sportler nach etwa sieben Kilometern am Ortseingang von Kornelimünster, wo es über einen kurzen steileren Anstieg auf die Vennbahnstrasse geht. Je nach Witterungsbedingungen wird auch der Feldweg, auf den man bei Kilometer 11 von der Vennbahnstrasse aus gelangt, ein härteres Stück Arbeit. Jubelnde Menschen sind dann auch bei Kilometer 14 am Beverbach, dem tiefsten Punkt der Strecke, zu erwarten. Und Motivation tut hier gut, denn von da an geht es rund 1,5 Kilometer über einen welligen und kräftezehrenden Waldweg zur Pionierquelle. Von da aus kann bis zum Sportplatz Am Chorusberg nicht mehr viel schiefgehen, wo wiederum Jubelnde die Zielläufer empfangen.
Zeiten und Anmeldungen: Der Startschuss zum Winterlauf fällt am Sonntag, 15. Dezember, um 10.30 Uhr. Jeder Läufer muss zwölf Euro Startgled entrichten. Die maximale Laufzeit beträgt zwei Stunden und 15 Minuten. Offizieller Verpflegungspunkt ist die Bahnhofsvision in Korneli-münster. Interessierte Läufer melden sich im SportKaufhof, Adalbertstraße 20, an. Das Teilnehmerfeld ist auf 2000 Läufer beschränkt. Internet: www.atg-aachen.de
(ebr)
Dez. 2002, Bad Aachen - Das Stadtmagazin mit Durchblick
Hauptsächlich bergab
Der Aachener Winterlauf
"Es geht hauptsächlich bergab", sagt der Bernhard. Der Bernhard muss es wissen. Schließlich war er schon im letzten Jahr dabei und hat auch diesmal wieder gemeldet für die vierzigste Auflage des Winterlaufes der "Aachener Turn-Gemeinde von 1862".
Los ging es 1963. Zwei Tage vor Heiligabend machten sich damals 12 tapfere Läufer am vereinseigenen Jugendheim im Vichtbachtal auf, eine damals wie heute 18 Kilometer lange Strecke in Richtung ATG-Sportplatz am Chorusberg zu bewältigen. Anarchie pur auf der Suche nach "neuen Lauferlebnissen"; jeder konnte ohne Streckenvorgabe laufen, wie er wollte, nur auf den Autoverkehr war Rücksicht zu nehmen. Sieger war damals ein Mann namens Bub Kriecher. Auch das noch.
Die Wahnsinnigen blieben nicht unter sich. In diesem Jahr ist die Teilnehmerzahl nun auf 2.000 Starter begrenzt. Mit den wilden Rennen der frühen Jahre mit und ohne Kompass ist es zwangsläufig schon einige Zeit vorbei. Schade eigentlich.
Dafür starten am 15. Dezember verschiedene Leistungs- und Altersklassen, von denen einige wenige, wahrscheinlich auch noch vergeblich, Jagd auf die Streckenrekorde der beiden ATG-Sportler Philipp Nawrocki (57:13 min, 2001) und Martina Zentis (1:08:04 h, 1995) bei der größten Sportveranstaltung im Kreis Aachen machen. Der Titelverteidiger könnte seinen dritten Sieg in Folge und den vierten Triumph insgesamt feiern. Motivation genug dürfte auch bei Vorjahressiegerin Gabi Reiners vom DLC Aachen vorhanden sein, ihren dritten Titel nach 1999 zu holen. Der Bernhard sagt auch, dass das schwer wird.
(Uli Stratmann)
Dez. 2002, KLENKES - Aachens Stadtillustrierte
Leichtathletik:
Bereits 2000 Anmeldungen
Aachen. Das Starterfeld für den 40. Winterlauf der Aachener Turngemeinde am Sonntag, 15. Dezember, ist komplett. Da bei den Meldungen schon sehr frühzeitig die Zahl von 2000 erreicht ist, gibt es jetzt keine Chance mehr, noch angenommen zu werden.
03.12.2002, Aachener Zeitung
Aachen ganz persönlich:
Der Weg war immer das Ziel
Aachen. Wenn Valentin Büntgens am 15. Dezember den Startschuss zum ATG-Winterlauf hört, dann wird ihn wohl etwas Nostalgie überkommen. Nicht, weil er zum 30. Mal an den Start geht, sondern weil er dies nach Stand der Dinge zum letzten Mal tut. Die Gesundheit setzt seiner Laufkarriere ein Ende. Dabei hat gerade er angesichts seiner angeborenen Hüftdisplasie gezeigt, was man mit Willen alles bewegen kann. An 1500 Volksläufen hat er teilgenommen, seine Bestzeiten beim Winterlauf liegen zwischen 1,25 und 1,35 Stunden! Bei seinen letzten Trainingseinheiten kurz vor dem Ziel am Chorusberg bekam er von Winterlauf-Organisator Klaus Wintgens schon jetzt ein Erinnerungs-T-Shirt. Die Anmeldung zum Lauf ist noch beim Sport-Kaufhof möglich.
30.11.2002, Aachener Zeitung
Aachen ganz persönlich:
Startplätze zu drei Vierteln vergeben
Aachen. Noch 18 Tage bis zum Start des 40. Winterlaufs der ATG, und drei Viertel der Plätze sind vergeben. Thomas Marlies vom DLC Aachen heftet sich die Startnummer 1500 ans Trikot. Gemeinsam mit Klaus Wintgens von der ausrichtenden ATG, dem Halter des Streckenrekordes Philipp Nawrocki sowie Jürgen Fleckenstein und Friedhelm Schroeter vom kaufhof, der den Lauf unterstützt, freut er sich offensichtlich auf den Start am 15. Dezember. Anmelden kann man sich auch jetzt noch beim Sport-Kaufhof.
27.11.2002, Aachener Zeitung
Mit «Honigbrot-Power» auf den Chorusberg stürmen

Experten-Tipps: Peter Servas (2. von links) und Philipp Nawrocki in der Gläsernen Redaktion bei AZ-Mitarbeiter Thorsten Karbach (links) und AZ-Redakteur Hans-Peter Leisten (rechts).
Foto: Andreas Schmitter
Aachen. Aachen im Vorweihnachtsfieber 2001: Im Grunde war eine Frau aus Birmingham nur angereist, um den Aachener Weihnachtsmarkt zu besuchen. Und dann fiel ihr irgendwo ein Plakat ins Auge, auf dem kräftig für den ATG-Winterlauf geworben wurde.
Die Nachmeldung war schnell gezeichnet, dem Start stand nichts mehr im Wege. In diesem Jahr ist die Läuferin kein Risiko eingegangen. Sie hat sich frühzeitig für die 18 Kilometer zwischen Vichtbachtal und Chorusberg angemeldet und die Prioritäten neu geordnet: zuerst der Lauf, dann der Weihnachtsmarkt.
Sie hat recht so getan. Denn gestern waren bereits über 1400 Starter gemeldet. «Und täglich kommen etwa 50 hinzu», bestätigt Peter Servas von der Leichtathletikabteilung der ATG.
Gemeinsam mit seinem Vereinskameraden Philipp Nawrocki war er am Freitag in der Gläsernen Redaktion der Aachener Zeitung zu Besuch, um Fragen rund um den Winterlauf zu beantworten. Kompetenter Beistand, den Servas da hatte, denn Nawrocki hat den Lauf bereits mehrfach gewonnen und hält den aktuellen Streckenrekord.
Doch muss man seine Ambitionen keineswegs in diesen Sphären ansiedeln, um an den Start zu gehen. «Im Grunde muss jeder für sich selbst herausfinden, ob er fit genug für den Lauf ist», lautet die Faustregel des Spitzenläufers.
Allerdings: Eineinhalb Stunden sollte man im Training ohne größere Schwierigkeiten absolvieren können. Servas ergänzte aber einen wichtigen Hinweis: «Wenn das Feld losläuft, besteht die Gefahr, mitgezogen zu werden, zumal der erste Abschnitt flach ist.»
Aber dann geht es relativ schnell bergan, und ein zu schneller Start könnte sich übel auswirken. Also: Nicht direkt los preschen, sondern das eigene Tempo suchen. Ab dem Sportplatz Venwegen sollte man seinen vernünftigen Rhythmus gefunden haben.
Nicht unterschätzen darf man die Bedeutung von Kleidung und Schuhen. Etwas dünner als im Training sollte man die Kleidung wählen, die Baumwollsachen höchstens nach dem Zieleinlauf überstreifen.
Noch wichtiger sind die Schuhe. Die falschen können zu Beschwerden von den Füßen, Knien über das Becken bis zu Rücken und Nackenmuskulatur führen. Auch Hobbyläufer sollten sich zwei Paar zulegen, möglichst von verschiedenen Marken. Man muss nicht wie Nawrocki fünf Paar im Wechsel tragen, aber Abwechslung bekommt den Knochen hervorragend.
Stichwort Ernährung: Die Experten von der ATG geben den Tipp, nicht erst kurz vor einem Lauf auf Kohlenhydrate umzusteigen.
Von Nudelpartys am Vorabend hält Nawrocki nicht so viel. «Die können auch zu schwer im Magen liegen, aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.» Seine Empfehlung: Honigbrot und Bananen am Morgen, spätestens drei Stunden vor dem Start. Damit müsste der Energietank für 18 Kilometer aufgefüllt sein.
Der Wecker sollte möglichst noch ein Stündchen früher schellen, damit der Kreislauf nicht unangenehm von der plötzlichen Belastung überrascht wird. Schließlich soll der ATG-Winterlauf in angenehmer Erinnerung bleiben - wie bei der Frau aus englischen Birmingham.
(hpl/tka)
23.11.2002, Aachener Zeitung
"Gläserne Redaktion":
Alle Infos zum Winterlauf
Aachen. Interessante Gäste sind heute in der Gläsernen Redaktion zu Gast, die reichlich Informationen bieten können - und zwar für alle Lauf-Enthusiasten, vornehmlich jene, die beim "Winterlauf" der ATG am Sonntag, 15. Dezember, an den Start gehen. Der von der AZ unterstützte Lauf ist ein Highlight des Läufer-Monats Dezember, der am 31. mit dem von der AZ präsentierten "Sylvesterlauf" endet. Heute ab 15 Uhr sind Peter Servas von der Aachener Turngemeinde und der mehrfache Winterlauf-Gewinner Philipp Nawrocki in der Gläsernen Redaktion und beantworten Fragen: zum Lauf selbst, zu Trainingsmethoden, aber auch zur Wahl der richtigen Schuhe und Laufbekleidung.
Was Sie schon immer über die AZ wissen wollten, können Sie natürlich auch in der "Gläsernen Redaktion" in der Mayerschen Buchhandlung (2. Etage) erfahren. Heute sind AZ-Redakteur Hans-Peter Leisten und AZ-Mitarbeiter Thorsten Karbach für Sie vor Ort.
22.11.2002, Aachener Zeitung
ATG meldet Meldeflut
"Leichtathletik: Drei Wochen bis zum Winterlauf
Aachen. Noch drei Wochen sind es bis zum 40. Winterlauf der Aachener TG. Bereits jetzt sind mehr als 1300 Meldungen eingegangen. Die am 15. Dezember stattfindende Veranstaltung lockt mit Blick auf die Prestige-trächtige Mannschaftswertung fast alle Spitzenleute des Kreises Aachen an. Außergewöhnlich ist bei den Männern, dass fünf Aktive das Team bilden. Gefragt ist deshalb nicht ein Top-Athlet allein. Gewinnen kann nur der Verein, der auch in der Breite mit hohem Niveau an den Start geht. Die in diesem Jahr im Marathonlauf erfolgreichen Aktiven von Armada Würselen und Elmar Kohlscheid wollen die Titelverteidigung der jungen ATG-Vertretung um Philipp Nawrocki verhindern. Bei den Frauen greifen die Nachwuchsläuferinnen der ATG Vorjahressieger DLC Aachen an. Unter anderem aus sportlichen Gründen können nur 2000 Meldungen berücksichtigt werden. Beim jetzigen Stand ist abzusehen, dass am Veranstaltungstag keine Nachmeldungen möglich sind. Meldestelle ist der Sportkaufhof in der Adalbertstraße. Dort wird am morgigen Samstag von 11 bis 18 Uhr ein besonderer Service geboten. Das wichtigste "Sportgerät" eines Läufers sind die Schuhe. Wenn diese nicht speziell auf die Füße abgestimmt sind, drohen Verletzungen. Um dies zu verhindern bietet der Sportkaufhof eine kostenlose Vermessung an.
22.11.2002, Aachener Zeitung
Starker Auftritt mit 40 Startern
"Lebenshilfe Aachen" beim 40. Winterlauf -
Wachsende Begeisterung
Aachen. Zum 40.Winterlauf der ATG kündigt ein anderer Jubilar seinen starken Auftritt an: Der Verein Lebenshilfe Aachen - in diesem Jahr 40 Jahre alt geworden - meldet 40 Teilnehmer zur sportlichen Herausfotrderung am 15. Dezember.
Die Lebenshilfe Aachen ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung geistig behinderter Menschen mit einer Vielzahl verschiedener Einrichtungen (von der Frühförderung und Kindergärten bis zu Wohnheimen). Vorstandsmitglied Johannes Gode - selbst ein begeisterter Läufer - fiel auf, dass viele Mitarbeiter und Eltern das gleiche Hobby ausüben und teilweise ganz ausgezeichnete Läufer sind: "Da lag es nahe, gemeinsam zu laufen und als Mannschaft am traditionellen Winterlauf der ATG teilzunehmen."
Die Resonanz ist groß. Bis Heute liegen bereits knapp 40 Anmeldungen für die Mannschaft der Lebenshilfe vor, die regelmäßigen gemeinsamen Trainingsläufe - Treffpunkt montags um 16.30 am Eingang der Beratungsstelle Lintertstraße 150 - sind gut besucht und machen den Teilnehmern großen Spaß. Das Leistungsniveau ist unterschiedlich und reicht von ambitionierten Läufern, welche die 18 Kilometer des ATG-Winterlaufes in nur wenig mehr als einer Stunde bewältigen, bis zu Walkern oder Läufern, die ihren ersten Wettkampf bestreiten. Gerade hierin liegt der besondere Reiz, denn das Motto der Lebenshilfe lautet: Es ist normal, verschieden zu sein.
Ermutigt durch den großen Zuspruch sind die Läufer der Lebenshilfe aufgerufen worden, in ihren Familien oder bei ihren Freunden Spender zu finden, die für jeden gelaufenen Kilometer einen Betrag ausloben. Der Ertrag soll für den Behindertensport verwendet werden. Auch andere Spenden sind jederzeit willkommen. Informationen gibt Johannes Gode, Tel 9209415.
Das Engagement der Lebenshilfe belegt eine wachsende Begeisterung für die sportliche Herausforderung ATG- Winterlauf. Ein Grund mehr, sich frühzeitig im Internet (www.atg-aachen.de) oder beim Sport-Kaufhof in der Adalbertstraße anzumelden. Dieses Jahr ist nach 2000 bezahlten Anmeldungen Aufnahmestopp! Ein weiteres Limit lautet "2 Stunden 15 Minuten". Danach werden Läufer nicht mehr gewertet, denn wie Veranstaltungsleiter Klaus Wintgens betont, die Herausforderung bleibt eine sportliche!
13.11.2002, Aachener Zeitung
Aachener Winterlauf feiert Jubiläum
Leichtathletik: 40. Auflage am 15. Dezember
Aachen. Sein 40-jähriges Jubiläum feiert der Aachener Winterlauf, präsentiert vom Sportkaufhof Aachen: Am 15. Dezember nehmen rund 2000 Läufer die rund 18 Kilometer lange Strecke vom Vichtbachtal bis zum Chorusberg in Angriff.
Die Teilnehmer treffen sich auf dem Sportplatz am Chorsuberg. Von dort werden sie um 8:30 Uhr mit Bussen zum Start ins Vichtbachtal, kurz vor Zweifall, gefahren. Der Start erfolgt um 10:30 Uhr. Im Vichtbachtal kann man sich vor dem Lauf im geöffneten Landheim aufwärmen. Die Strecke führt über die Voreifel durch den Aachener Stadtwald, Ziel ist der Chorusberg. Aus Sicherheitsgründen und um eine möglichst sportliche Vorausetzung für alle zu schaffen, dürfen nur 2000 Läufer teilnehmen. Es werden allerdings nur bezahlte Anmeldungen berücksichtigt.
Nach Überqueren der Zielinie erhält jeder Teilnehmer eine praktische Winterlauf-Kappe und jeweils die Erstplazierten jeder Altersklasse einen Ehrenpreis. Die Zeit wird elektronisch gestoppt, so dass kurz nach dem der letzte Läufer im Ziel ist, die Auswertung ausgehangen werden kann. Der Lauf ist für Wettkampf-, aber auch ebenso für Hobbyläufer geeignet. Erneut am Start ist Vorjahres-Sieger Philipp Nawrocki (Aachener TG). Doch die starken Läufer der Armada Würselen um Jörg Achten, die den dritten Teamplatz bei den Deutschen Marathonmeisterschaften belegten, sind eine starke Konkurrenz für ihn.
Die Titelverteidigerin der Frauen, Gabi Reiners (DLC), wird von den ATG-Läuferinnen Tanja Pesch und Kerstin Meisa bedrängt.
Da viele Läufer mit ihren Familien kommen werden, richtet die "Bahnhofsmission" eine Verpflegungsstelle ein. Nach dem Lauf werden noch einige Teilnehmer und Familien auf dem nahegelegenen Weihnachtsmarkt erwartet.
Wer teilnehmen möchte, kann sich über das Internet (www.atg-aachen.de) oder Fax (0241/603095) bei gleichzeitiger Einzahlung auf das Konto der ATG bei der Sparkasse Aachen, Nr. 13 023 056, Bankleitzahl 390 500 00 anmelden. Die Hauptmeldestelle befindet sich im Sport-Kaufhof Aachen in der Adalbertstraße. Dort ist, wie im letzten Jahr, das Schaufenster dekoriert und auch eine detaillierte Ausschreibung zu erhalten.
31.10.2002, Aachener Zeitung